Neubau zum 25-jährigen Bestehen der Kreuzfahrtgesellschaft Star Clippers

Bereits im Mai 2015 wurde bekannt, dass Star Clippers zum 25-jährigen Bestehen des Unternehmens den größten Rahsegler der Welt bauen lässt. Jetzt hat der weltweit größte Anbieter für Segel-Kreuzfahrten den Namen des Neubaus verraten: Das vierte Schiff von Star Clippers wird „Flying Clipper“ heißen.

Ende 2017 soll der Neubau, der derzeit auf der Brodo Werft im kroatischen Split entsteht, die Erfolgsgeschichte von Reeder Mikael Krafft fortsetzen: Fünf Masten und 35 Segel mit einer Gesamtsegelfläche von 6.350 Quadratmetern sind die markanten Kennzeichen des größten Vollschiffs der Welt, das mit zahlreichen neuen Attraktionen aufwarten wird – darunter ein Tauchpool über drei Decks, ein Spa- und Massage-Bereich, eine Badeplattform und eine neue „Sports Bar“ am Heck.

Laut „Guinness Book of Records“ ist der von Königin Silvia von Schweden getaufte Fünfmaster „Royal Clipper”, der der historischen „Preussen“ aus dem Jahr 1902 nachempfunden wurde, aktuell das größte Segelschiff der Welt. Gemeinsam mit den beiden Viermastern „Star Flyer“ und „Star Clipper“ nimmt der die Geschichte der klassischen Segelschiffe des 18. und 19. Jahrhunderts in vielen Details wieder auf.

Restaurant Flying ClipperDer Neubau „Flying Clipper“ wird wiederum an die legendäre „France II“ erinnern, die zwischen 1911 und 1922 als das damals größte Segelschiff die Weltmeere befuhr. 162 Meter lang und 18,5 Meter breit, wird der über 150 Kabinen verfügen – darunter 34 Suiten und vier Eigner-Suiten mit privatem Balkon. Um die maximal 300 Passagiere sollen sich 138 Crew-Mitglieder kümmern. Zum Vergleich: Die „Royal Clipper“ kommt auf eine Länge von 134 Metern und bietet Platz für 227 Passagiere und 104 Crew-Mitglieder.

Mikael Krafft setzt somit seinen Lebenstraum weiter um: 100 Jahre nach dem goldenen Zeitalter der Clipper-Schiffe erneut Segelschiffe wirtschaftlich erfolgreich zu betreiben. Dabei steuert Star Clippers immer wieder neue Zielgebiete an: Die Reederei gehörte zu den ersten, die 2014 die Erlaubnis für Kreuzfahrten entlang der Küste Kubas erhielt und ab dem Sommer 2017 erstmals zu Kreuzfahrten ab Bali und Singapur durch die Inselwelt Indonesiens ablegt.

Auf dem Neubau „Flying Clipper“ werden die Gäste auf viele Einrichtungen stoßen, die typische für die aktuellen Schiffe von Star Clippers sind – wie etwa eine Bibliothek und die Open-Air-Bar „Tropical Bar“, die sich allerdings über zwei Etagen erstrecken soll. Nicht zuletzt können die Passagiere, von denen 60 Prozent Stammgäste auf den drei Großseglern sind, am Bugsprit direkt über den Wellen im Netz entspannen. „Und wann immer es möglich ist, werden wir die Segel setzen und die Kraft des Windes nutzen“, verspricht Krafft.

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