Fünf Sterne am Tag, Millionen in der Nacht

Resorts und Lodges umgeben von Sand, Dünen oder Felsen sowie fantastische Lichtspiele inmitten einer einzigartigen Natur – wer Station in einem edlen Wüstencamp macht, bucht Luxus der besonderen Art: angenehme Stille, unendliche Weite, ausgesuchter Service, ungewöhnliche Ausflüge.

Abu Dhabi: Qasr al Sarab Resort

Eine echte Verwöhnoase: Empty Quarter heißt die Region im Grenzgebiet zwischen Abu Dhabi, Oman und Saudi-Arabien, dort erstreckt sich die Rub al Chali, die größte Sandwüste der Welt. Mittendrin liegen die Liwa-Oasen und eine einzigartige Hoteloase: Qasr Al Sarab. Das Anantara-Resort verbindet Fünf-Sterne-Luxus mit traditionell-arabischen Elementen und einem Blick in frühere, bescheidene Zeiten. Hier hat schließlich noch vor gar nicht so langer Zeit die Herrscherfamilie Al-Nahyan gelebt. 2500 Alltagsgegenstände aus ihrem Privatbesitz – vom Tonkrug über Pistolen bis zur Kamelsatteltasche – gehören zur Inneneinrichtung und erzählen Geschichte. Natürlich kann der Gast auch den grössten Luxus in der Wüste genießen: erfrischendes Wasser. In den 53 Hotelpools wird es täglich auf angenehme 30 Grad runtergekühlt.

Indien: Dera Dune Retreat

Voller Kontraste: Knapp 240.000 Quadratkilometer misst die Wüste Thar. Sand- und Steinfelder, Dornsavannen und Grasland – mittendrin das komfortable Resort Dera Dune Retreat mit kleinen, stilvollen Bungalows. Wer ein wenig Ruhe auf seiner Reise durch Rajasthan sucht, der kann sich hier vom bunten Trubel erholen – oder ganz andere Seiten Indiens kennenlernen. Neben dem klassischen Wüstenprogramm wie Kamelreiten und Bauchtanz bieten die Reiseleiter dort vor allem Ausflüge in die nahegelegenen Dörfer an. Zum Beispiel zu den Teppichwebern oder den Bishnois – einer vegetarischen Gemeinschaft, die seit mehr als 500 Jahren 29 strengen Geboten folgt. So schützen und füttern die Bishnois jedes Jahr Tausende Kraniche, die in Nordindien überwintern.

Ras al Khaimah: Banyan Tree Al Wadi

Nomadische Romantik: Das Banyan Tree Al Wadi liegt im Herzen von Ras al Khaimah – eines der sieben Scheichtümer der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). In dem luxuriösen Wüsten-Resort gruppieren sich viele kleine Villen malerisch vor der Kulisse des majestätischen Al-Hajjar-Gebirges. Im angegliederten Naturreservat leben arabische Gazellen, Kamele und Säbelantilopen. Doch das besondere im Banyan Tree Al Wadi ist die tägliche Falkenshow, bei der die majestätischen Vögel bei ihrer Flugschau einen luftigen Auftritt haben. Wer will, der kann auch einen kleinen Falknerkurs absolvieren und dabei die Lebensgewohnheiten der Raubvögel kennenlernen und Flugübungen übernehmen. Und wer baden möchte, der lässt sich im hauseigenen Beachclub am Meer – nur 20 Minuten vom Wüsten-Resort entfernt – auf den Wellen treiben.

Oman: Desert Nights Camp

Ein Hauch von Nomadenleben: Auch im Oman gibt es für Wüstentouristen ein besonderes Quartier, das Desert Night Camp in der Rimal Al Wahiba Wüste im Osten des Landes. Die romantische Unterkunft liegt rund elf Kilometer vom nächsten Ort Al Wasil und 250 Kilometer vom Flughafen Muskat entfernt, man erreicht sie nur mit einem Geländewagen. Sand statt Strom, Himmelszelt statt Himmelbett: Hier genießen die Gäste abends erst die arabische Küche und später die angenehme Stille am Lagerfeuer, nachts schlafen sie in Beduinenzelten und morgens laufen sie ein Stück dem Sonnenaufgang entgegen. Oder sie erkunden auf dem Rücken eines Kamels die spektakulären Dünen vor ihrer Haustüre. Wer Action mag, der braust mit dem Quad über die ausgedehnte Landschaft.

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